TY - JOUR A1 - Meyer, Victoria Charlotte A1 - Schmidt, Jennifer T1 - Einfluss sportlichen Trainings auf die Fatigue bei Patient*innen mit Multipler Sklerose - Systematische Übersichtsarbeit T2 - MSK–Muskuloskelettale Physiotherapie N2 - Die Fatigue ist eines der häufigsten Symptome der Multiplen Sklerose (MS). Gekennzeichnet durch unverhältnismäßige Erschöpfung nach physischer oder kognitiver Belastung führt sie zu massiven Beeinträchtigungen in sämtlichen Lebensbereichen. Die Therapie der MS-assoziierten Fatigue stützt sich vor allem auf nicht-medikamentöse Maßnahmen. Sportliches Training kann sich positiv auf verschiedene Symptome der MS auswirken. Hinsichtlich der Fatigue wird empfohlen, Betroffene über die Effekte körperlichen Trainings aufzuklären. Bislang bestehen allerdings nur wenige Erkenntnisse über eine optimale Trainingsgestaltung. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand aktueller Forschungserkenntnisse den Einfluss sportlichen Trainings auf die Fatigue bei Patient*innen mit MS zu analysieren und anhand dessen mögliche Trainingsempfehlungen abzuleiten. Dafür wurden die Fachdatenbanken PubMed, Cochrane Library, PEDro und BISp Surf systematisch nach randomisierten kontrollierten Studien (RCTs), welche die Auswirkungen sportlichen Trainings auf die Fatigue bei Patient*innen mit MS analysierten, durchsucht. Eine Bewertung der methodischen Qualität der Arbeiten erfolgte anhand der PEDro-Skala. Die Effektgröße wurde mittels Cohen's d kalkuliert. Neun RCTs (n=564) wurden eingeschlossen. Die durchschnittliche methodische Qualität lag mit 6,9 Punkten auf der PEDro-Skala bei „gut“. Die Ergebnisse der Studien zeigten, dass sportliches Training die Fatigue bei Patient*innen mit MS reduzieren kann. Das Ausmaß der Linderung fällt je nach Art der Belastung allerdings unterschiedlich aus. Krafttrainingsformen zeigten die höchste Effektivität. Um die langfristige Aufrechterhaltung der positiven Effekte zu gewährleisten, ist ein kontinuierliches Training erforderlich. Die Aussagekraft der Ergebnisse ist durch die hohe Heterogenität der Arbeiten sowie die begrenzte Vergleichbarkeit der verwendeten Assessments limitiert. Aufgrund unzureichender Daten über die optimale Gestaltung von Belastungsparametern und individuelle Einflussfaktoren ist aktuell eine spezifizierte Trainingsempfehlung nur eingeschränkt möglich und bedarf weiterer Forschung. KW - Fatigue, Sport, Multiple Sklerose Y1 - 2025 UR - https://www.hb.fh-muenster.de/opus4/frontdoor/index/index/docId/18787 UR - https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-2344-7754 VL - 28 IS - 04 SP - 241 EP - 252 ER -